Autobranche in Not
Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hat sich im November 2008 weiter verschärft. Die Neuzulassungen brachen um ca 18 Prozent auf 233800 Fahrzeuge ein. Der Verband der internationalen Kraftverkehrshersteller (VDIK) prognostiziert das schlechteste Zulassungsergebnis seit der Wiedervereinigung. Größte Verlierer im November waren Opel (minus 36 Prozent) und Toyota (minus 39 Prozent). Der Marktführer Volkswagen verlor 19 Prozent.
Für viele Autohäuser hat sich die wirtschaftliche Lage zugespitzt. Die Umsätze sind eingebrochen. Die Kontokorrentrahmen sind ausgeschöpft. Der Zinssatz liegt über 10 Prozent. Die Löhne und Sozialversicherungsbeiträge können nicht mehr pünktlich bezahlt werden. Es drohen erhebliche Ansprüche durch die Rückkaufsgarantien, die nur zum Teil vom Hersteller übernommen werden. Auf dem Markt gibt es einen Preisverfall für die Leasingrückläufer und Gebrauchtwagen. Ein Ansteigen der Neuwagenverkäufe ist nicht in Sicht. Die Zins- und Tilgungsraten können nicht mehr bedient werden.
Zahlreichen Autohäusern und Zulieferanten der Autohersteller droht die Insolvenz.
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